
Warum wir unsere Badezimmerheizungen „durch die Hölle“ schicken (Der Feuchtigkeits- und Hitze-Test)
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Katastrophe für Elektronikgeräte. Es gibt dichten Dampf, ständige Feuchtigkeit – und hin und wieder auch Spritzer von Wasser. Das ist eine Umgebung, die dazu neigt, die Kabel zu zerstören.
Auf unseren Infrarotheizern finden Sie die Bezeichnung „IP66“. Das klingt zwar beeindruckend, aber für uns ist eine solche Klassifizierung nur ein Stück Papier. Wir verlassen uns nicht auf irgendwelche Tests, um herauszufinden, ob ein Heizer tatsächlich fünf Jahre lang in einem echten Haushalt funktionieren wird.
Denn Feuchtigkeit ist hinterhältig.
Sie bleibt nicht einfach an der Außenseite des Geräts. Im Laufe der Zeit findet das Wasserdampf einen Weg hinein. Er dringt durch Abdichtungen oder Gummistopfen ein, die mit der Zeit alternd sind. Sobald er im Inneren des Geräts ist, beginnt er, die Kabel und Kontakte zu zerstören.
Deshalb nutzen wir Tests unter Bedingungen von hoher Feuchtigkeit und Hitze. Wir erstellen so quasi eine „Torturkammer“ – indem wir die Geräte zwischen extremen Temperaturen und hoher Feuchtigkeit hin- und herschwenken. So können wir frühzeitig erkennen, ob die Geräte versagen werden. Wir möchten lieber, dass das Gerät in unserem Labor kaputtgeht, anstatt in dem Badezimmer eines Kunden.
Das Problem am 500. Tag
Eine Abdichtung mag am ersten Tag noch perfekt sein. Aber was ist am 500. Tag?
Stellen Sie sich vor: Die Infrarotlampe wird heiß, dann kühlt sie ab. Danach wird sie wieder heiß. Diese ständige Ausdehnung und Kontraktion kann dazu führen, dass die Abdeckung verformt wird oder dass die Gummistopfen locker werden.
Deshalb bringen wir die Geräte an ihre thermischen Grenzen und belasten sie anschließend mit Feuchtigkeit. Wenn eine Abdichtung auch nur ganz leicht schrumpft, erkennen wir das sofort. Wir überprüfen jeden Anschluss auf Rost und jedes Gehäuse auf Spuren von Wasser. Wenn es nicht völlig trocken ist, besteht das Gerät nicht die Prüfung.
Das Gleichgewicht finden
Hier liegt das Problem: Wenn man ein Gerät zu luftdicht macht, entsteht ein neues Problem – die Wärme bleibt im Inneren des Geräts stecken. Wenn die elektronischen Komponenten nicht richtig atmen können, verbrennen sie schließlich. Es handelt sich dabei um ein Abwägungsproblem. Wir müssen die Feuchtigkeit draußen halten, während gleichzeitig die Wärme entweichen kann.
Wir lösen dieses Problem durch strategisches Lüften sowie eine intelligente Platzierung der Kühlelemente. Manchmal bedeutet das, dass das Gerät etwas größer gestaltet werden muss, damit genug Luft zirkulieren kann. Für uns ist ein etwas größeres Format ein kleiner Preis für ein Gerät, das nicht vorzeitig kaputtgeht.